Was ist Cold Brew Kaffee? Alles Wissenswerte und eine Anleitung zum selber machen!

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Cold Brew Kaffee hat sich in den letzten Jahren zu einer der beliebtesten Kaffeevarianten weltweit entwickelt – und das nicht ohne Grund! Doch was genau ist Cold Brew? Anders als herkömmlicher Kaffee wird er nicht mit heißem Wasser gebrüht, sondern durch eine lange Extraktionszeit in kaltem Wasser gewonnen. Der Begriff „Cold Brew“ bedeutet also wortwörtlich „kalt gebrüht“. Die kalte Extraktion sorgt bei Kaffee-Fans für neue Geschmacksdimensionen: Cold Brew ist weniger säurebetont, schmeckt angenehm mild und besitzt eine natürliche Süße. Ein weiterer Vorteil ist seine Vielseitigkeit – ob pur, mit Milch oder als erfrischendes Mischgetränk mit Tonic Water oder Fruchtsaft. Doch Vorsicht: Trotz des sanften Aromas kann Cold Brew mehr Koffein enthalten als heiß gebrühter Kaffee! In diesem Beitrag erfährst du alles über die richtige Zubereitung, welche Bohnen sich eignen und wie sich Cold Brew von anderen Kaffeevarianten unterscheidet. 

 

Aus welchen Zutaten besteht Cold Brew? 

Die Zutaten für Cold Brew sind denkbar simpel: Man benötigt frisch gemahlenen Kaffee und kaltes Wasser. Doch trotz der minimalistischen Zutatenliste gibt es geschmackliche Unterschiede, die von der Zubereitungsmethode abhängen. 

  • Cold Brew (Full Immersion Methode): Der Kaffee wird über 8 bis 24 Stunden in kaltem Wasser extrahiert. Diese Methode liefert ein vollmundiges, aber mildes Ergebnis mit reduziertem Säuregehalt.
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  • Cold Drip (Pour Over Methode): Hier tropft das kalte Wasser langsam durch das Kaffeepulver – das kann von 3 bis hin zu 12 Stunden dauern. Das Resultat ist ein fruchtigerer Geschmack mit einer ausgeprägteren Säure. 

 

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Unser Tipp:

Besonders gut eignen sich 100 % Arabica-Kaffees wie der Segafredo Storia, Segafredo Selezione 100 % Arabica, Alleanza oder Segafredo Organic. Durch die sanfte Extraktion entfalten sich die feinen Aromen dieser Bohnen perfekt. Kaffees mit hohem Robusta-Anteil hingegen können durch die lange Extraktionszeit zu bitter werden. 

Cold Brew Zubereitung: Schritt-für-Schritt-Anleitung zum selber machen! 

Lust auf einen Cold Brew Kaffee oder einen Cold Drip? Dann bist du hier genau richtig – denn die Zubereitung der kalten Kaffeespezialitäten ist einfacher, als viele denken! Trotzdem solltest du vorab wissen, dass du ein bisschen „vorausplanen“ solltest, wenn du einen Cold Brew oder einen Cold Drip genießen möchtest, denn beide Zubereitungsvarianten benötigen ein paar Stunden Zeit. 

 

Außerdem empfehlen wir dir, solltest du noch keine der beiden Varianten selbst ausprobiert haben, zunächst mit einem Cold Brew zu beginnen. Ein klassischer Cold Brew eignet sich gut für Einsteiger der Zubereitungsart.  

 

Du kannst für die Cold Brew Zubereitung verschiedene Gefäße nehmen. Hier eine Auswahl:  

  1. French Press 
  2. Großes Glas oder Einmachglas 
  3. Eine eigene Cold Brew Flasche mit integriertem Filter 
  4. Eine Kanne mit integriertem Filter 

 

So bereitest du einen Cold Brew zuhause zu: 

  1. Kaffee mahlen: Der Mahlgrad sollte grob sein, ähnlich wie bei der Zubereitung von Kaffee in einer French Press. Auf einer Skala von 1 bis 10 (1 = sehr fein) liegt der optimale Wert für eine Cold Brew Mahlung bei 8 bis 10.
  2. Kaffee dosieren: 100 g frisch gemahlenen Kaffee in das gewählte Gefäß geben und mit 1 Liter Wasser aufgießen. Der Kaffee muss vollständig vom Wasser bedeckt sein – gegebenenfalls kannst du mit einem Löffel extra umrühren.
  3. Extraktion: Das Gefäß verschließen und für mindestens 8 Stunden (besser 12 bis 24 Stunden) in den Kühlschrank stellen.
  4. Filtern: Den fertigen Cold Brew durch den in der Kanne integrierten Kaffeefilter oder gegebenenfalls durch ein sehr feines Sieb gießen, um das Kaffeemehl zu entfernen. 
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Unser Tipp:

Wenn die Stärke deines Cold Brew für dich passt und du nicht den gesamten Cold Brew auf einmal genießen wirst, entferne das Kaffeemehl unbedingt aus dem Gefäß, bevor du es zurück in den Kühlschrank stellst. Dafür einfach den Filter mit dem Kaffeemehl rausnehmen oder alles abseihen, bevor du den Cold Brew zurück in die Kühlung gibst. Sonst extrahiert dein Cold Brew weiter und wird noch koffeinhaltiger.

Unsere Empfehlung: An besonders heißen Tagen kannst du den Cold Brew mit Eiswürfeln genießen – eine besonders feine Erfrischung für Kaffee-Fans! Auch in To-Go-Bechern oder der Isolierflasche bzw. dem Isolierbecher hält sich Cold Brew Kaffee mit Eiswürfeln besonders lange kalt und erfrischend.  

 

Für die Cold Drip Zubereitung benötigst du einen eigenen Drip Tower: 

Der Drip Tower trennt das Wasser und den Kaffee. Ganz oben befindet sich der Wasserbehälter, darunter imn Mittelteil die Kammer für das Kaffeemehl und ganz unten die Kanne, wo der Cold Drip schließlich aufgefangen wird. Es geht darum, dass das Wasser langsam in die Kammer mit dem Kaffeemehl tropft und von dort in den Auffangbehälter – der Prozess dauert bis zu 12 Stunden.  

 

So bereitest du Cold Drip zuhause zu: 

  1. Kaffee mahlen: Der Mahlgrad sollte ebenfalls wie bei der Cold Brew Zubereitung grob sein – also auf einer Skala von 1 bis 10 (wobei 1 für sehr fein steht) zwischen 8 und 10. 
  2. Kaffee dosieren: Grob gemahlenen Kaffee (ca. 50 g auf 300 ml Wasser) in den Cold Drip Tower geben.
  3. Extraktion: Einen eigens für den Cold Drip Tower vorgesehenen Papierfilter auf den Kaffee legen. Den Wassertank befüllen und das Ventil so einstellen, dass 1-2 Tropfen pro Sekunde auf das Kaffeemehl tropfen. 3 bis 12 Stunden warten, bis der Kaffee durchgelaufen ist. 
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Unser Tipp:

Je länger das Kaffeemehl im Wasser extrahiert wird, desto koffeinhaltiger wird der Kaffee auch! Koffein ist wasserlöslich, weshalb sich bei langem Kontakt mehr wasserlösliche Stoffe aus dem Kaffeemehl extrahieren. Daher ist Vorsicht geboten: Ein Cold Brew hat es koffeintechnisch echt in sich, auch wenn er weniger stark bzw. Intensiv schmecken mag. Wer ein milderes Getränk bevorzugt, kann ihn mit Wasser oder Milch verdünnen.

Cold Brew Konzentrat: So könnt ihr es selbst herstellen 

Cold Brew kann auch als Konzentrat zubereitet werden. Dafür verdoppelt man die Kaffeemenge – also 200 g Kaffeemehl auf 1 Liter Wasser. Mehr findest du auch in Thom's Rezept für Cold Brew Negroni.

 

Cold Brew Kaffee: Herkunft und Geschichte 

Die Ursprünge von Cold Brew reichen zurück bis ins 17. Jahrhundert, als niederländische Seefahrer diese Methode entwickelten, um Kaffee für lange Reisen haltbar zu machen. In Japan wurde die Technik weiter verfeinert – dort ist Cold Drip als „Kyoto-Style Coffee“ bekannt. 

 

In der modernen Kaffeewelt gewann Cold Brew in den 2010er Jahren rasant an Beliebtheit – besonders in den USA und Australien wurde er zum Trendgetränk. Eine innovative Weiterentwicklung ist Nitro Coffee, bei dem Cold Brew mit Stickstoff versetzt und wie Bier gezapft wird. Ja, richtig gelesen! Und dabei sieht der Nitro Coffee sogar auch noch einem Guiness Bier zum Verwechseln ähnlich.  

 

Was ist der Unterschied zwischen Cold Brew und Kaffeekonzentrat 

Wie weiter oben erwähnt, werden für die Herstellung von Cold Brew Kaffeekonzentrat 200 Gramm Kaffeemehl auf einen Liter Wasser benötigt. Die Herstellung erfolgt wie bei einem regulären Cold Brew: Das Kaffeemehl wird direkt mit dem Wasser vermengt und für mindestens 8 Stunden und maximal 24 Stunden im Kühlschrank extrahiert – je länger die Extraktion dauert, desto koffeinhaltiger wird das Konzentrat. Selbstverständlich könnt ihr auch noch mehr Kaffeemehl verwenden, dann wird das Konzentrat ebenfalls dementsprechend stärker.  

 

Das Kaffeekonzentrat könnt ihr anschließend wunderbar verwenden, um es mit Säften, Tonics, Milch, Milchalternativen oder auch mit kaltem bzw. heißem Wasser aufzugießen.   

 

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Unser Tipp:

Cold Brew lässt sich super mit Milch, Milchalternativen, mit Fruchtsäften, mit Tonic Water und natürlich auch mit alkoholischen Add-Ons wie z.B. Gin oder Martini mischen. Dafür eignet sich ein Cold Brew Konzentrat noch besser! Wie das hergestellt werden kann, verraten wir dir weiter unten! Ideen für Geniale Cold Brew Kreationen findest du bei unseren Rezepten.

Was ist der Unterschied zwischen Cold Brew und Eiskaffee? 

Cold Brew und Eiskaffee sind so unterschiedliche Kaffee-Kreationen, dass sie eigentlich gar nicht verwechselt werden können! Cold Brew wird wie erwähnt über viele Stunden kalt extrahiert, wodurch er milder und säureärmer ist als herkömmliche Kaffeespezialitäten. Für Eiskaffee wird ein Kaffee hingegen heiß und separat gebrüht und anschließend gekühlt, danach wird er mit Eiscreme serviert.  

 

Was ist „Ice Brew“ – und wie unterscheidet es sich von Cold Brew? 

Ice Brew, auch bekannt als Japanese Iced Coffee, ist eine Hybridmethode. Hierbei wird heißer Kaffee direkt über Eiswürfel gebrüht, wodurch er sofort abkühlt und dennoch frische Aromen behält. Ice Brew hat dadurch deutlich mehr Säure und Fruchtigkeit als der mildere Cold Brew. Die Ice Brew Zubereitung ist deutlich schneller als die eines Cold Brew oder Cold Drip, da der Kaffee nicht über Stunden extrahiert wird. Ice Brew eignet sich perfekt für Kaffee-Genießer, die wenig Zeit haben, aber trotzdem einen erfrischenden Kaffee genießen möchten. 

 

Cold Brew genießen – mit den Premium-Produkten von Segafredo!  

Die Wahl der richtigen Bohnen beeinflusst maßgeblich den Geschmack des Cold Brews. Besonders gut eignen sich ausgewogene Arabica-Bohnen mit fruchtigen und schokoladigen Noten. 

 

Ein herausragender Kandidat ist der Segafredo Storia, der aus 100 % Arabica-Bohnen aus Honduras besteht und durch seine sanfte Säure und fruchtigen Aromen perfekt für die kalte Extraktion geeignet ist. Wer einen etwas kräftigeren, würzigen Geschmack bevorzugt, sollte den Segafredo Selezione Arabica probieren, der aus zentral- und südamerikanischen Bohnen besteht. 

 

Wer Wert auf eine traditionelle italienische Röstung legt, ist mit dem 100 Prozent aus Arabica Bohnen bestehenden  Segafredo Alleanza aus unserem Sortiment für Profis bestens beraten – dieser überzeugt mit seinem aromatischen und vollmundigen Profil. Mit diesen hochwertigen Segafredo Kaffees gelingt dein Cold Brew garantiert – probiere es aus und entdecke die Geschmackswelt des kalt gebrühten Kaffees! 

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